Unterstützte Projekte

Seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2006 haben wir zahlreiche Projekte unterstützt. So beispielsweise:

  • Wir unterstützen die integrative therapeutische Arbeit
  • Sozialtarif im Chinderhus Wanja für Familien mit geringem Einkommen
  • Kosten für Musiktherapie
  • Kosten für Heileurythmie
  • Josefine – schön gibt es Dich!

    Josefine ist ein viereinhalb jähriges, fröhliches Mädchen, das genau weiss, was es will. Mit dreieinhalb Monaten hatte Josefine einen Herzstillstand, ausgelöst durch einen Infekt. Weitere Komplikationen und ein daraus resultierender Schlaganfall hatten eine lange Hospitation zur Folge. Josefine hat durch eine rechtsseitige Lähmung spät Gehen gelernt, die Sprache noch nicht für sich entdeckt und ein eingeschränktes Sehvermögen. Aus Angst vor weiteren Infekten kam Josefine erst mit drei Jahren zu uns in die Kita. Hier fühlt sie sich wohl, kann sich unbeschwert bewegen und sich da aufhalten, wo es ihr gerade gefällt.
    Sie spielt gerne allein mit ihrer Puppe oder in der Spielküche. Der Waldmorgen kommt ihrem Bewegungsdrang zugute und sie geniesst die Zeit draussen in vollen Zügen.
    Durch Gesten und Geräusche oder uns an der Hand führen, äussert sie ihre Bedürfnisse. Ihre Emotionen erkennt man am leisen Summen oder Lachen. Dann ist sie fröhlich. Weint sie, hat sie Angst oder ist unzufrieden. Zwischendurch ist sie auch «einfach mal weg» und geht auf die andere Gruppe schauen, ob es etwas Interessantes zu sehen oder zu tun gibt. Zusammen mit den Eltern, der heilpädagogischen Früherzieherin von Kita-Plus und weiteren Fachpersonen ist es uns eine Herzensangelegenheit, Josefine zu begleiten und in ihrer Entwicklung bestmöglich zu fördern. Ihr Herz ist inzwischen erstarkt. Sie ist eine kleine Persönlichkeit, die konstant feine und oft auch überraschende Fortschritte macht. Durch einen höheren Personalschlüssel ist es im Wanja möglich, Kinder wie Josefine intensiver zu begleiten als anderswo.

    Kind das von der Stiftung Wanja unterstützt wird
    ein Junge der von der Stiftung Wanja unterstützt wird

    Hallo Miraz...

    Du bist ein dreijähriger Junge, gross und kräftig gebaut, mit braunen Augen und fröhlichem Lachen.
    Du kommst an drei Halbtagen und einem ganzen Tag zu uns und hast dabei schon viele neue Erfahrungen gesammelt.
    Leider kannst du uns nicht selber sagen, wie es dir geht und womit du gerade spielen möchtest. Dafür nimmst du uns an der Hand und führst uns zu dem Ort, wo du unsere Hilfe brauchst.
    Deine Befindlichkeit erahnen wir durch deine Äusserungen wie Lachen, Weinen, Schreien oder wenn du müde bist, am Daumen lutschen.
    Du brauchst während der ganzen Zeit unsere volle Aufmerksamkeit. Um dies gewährleisten zu können, benötigen wir mehr Personal auf der Gruppe. Wir lernen von dir viel über uns und unsere Vorstellungen, wie etwas sein sollte.

    «Ich bin froh, dass Miraz im Wanja sein darf und voller Vertrauen, dass er gut begleitet und gefördert wird. Ich kann entspannt meiner Arbeit nachgehen, ohne mir dauernd Sorgen zu machen.» Olida, Mama von Miraz

    Hola, oder Buonas Dìas, lieber Daryl…

    Du bist jetzt drei Jahre alt und bist ein Kind mit Trisomie 21. An unsere Sprache hast du dich bereits in der heilpädagogischen Spielgruppe gewöhnt. Seit Oktober 2022 bist du nun in der Schweiz. Deine Mutter ist mit dir zu deinem Vater gereist. Deine Muttersprache ist spanisch, aber du sprichst sie kaum. Eher kommunizierst du mit Geräuschen, mit Gesten und mit deinen strahlenden Augen.
    Oft geht es noch zu schnell und einzelne Gesten folgen verzögert. Das Goldtröpfli-Ritual machst du mit. Beim Hände reiben bekommst du Unterstützung von uns. Du erhältst einen speziellen Znüni, da du noch keine feste Nahrung zu dir nimmst. Den Apfelbrei und den Joghurt, welchen dir dein Vater mitgebracht hat, isst du selbstständig mit dem Löffel. Du kriegst sogar einen kleinen Tisch dafür, da wir alle noch im Kreis sitzen. Wenn etwas daneben geht, willst du es sogleich sauber machen und zeigst das mit Gesten und Geräuschen.
    Zum Windelwechseln kannst du selbstständig gehen, fährst die Treppe beim Wickeltisch raus und kletterst hoch. Immer wieder finden kurze Interaktionen statt. Du zeigst uns, was du bereits kannst, zum Beispiel die Klettverschlüsse der Windeln öffnen und wieder schliessen. Beim Anziehen hilfst du so gut du kannst mit, aber du brauchst noch unsere Unterstützung. Vor allem die Verschlüsse sind eine Herausforderung.
    Nach dem Zähneputzen gehst du in einen langen Mittagsschlaf, um dich von den vielen Eindrücken zu erholen.
    Es scheint dich nichts in deiner Ruhe zu stören und wir lassen dann mal die Zimmertüre offen, damit du von den Geräuschen aus dem Bett gelockt wirst.

    Ein Junge beim Zähneputzen der von der stiftung Wanja unterstützt wird
    Ein dreijähriger Junge der auf einem weichen Tuch auf dem Boden liegt, und seine Finger im Mund hat

    Guten Morgen Konstantin!

    Konstantin, ein dreieinhalbjähriger Junge, ist durch das 1p36-Deletionssyndrom in seiner gesamten Entwicklung stark verzögert. Seine Einschränkungen erfordern eine multidisziplinäre Betreuung. Er ist in jeglichen Alltagssituationen auf Unterstützung und verschiedene Hilfsmittel angewiesen. Bei Lageveränderungen, Sitzen, Liegen sowie bei der Nahrungsaufnahme braucht er Hilfe.
    Seit Konstantin das Wanja besucht, haben sich schon kleine erfreuliche Fortschritte gezeigt. Er isst sehr gut, hat eine bessere Kopfkontrolle und bewegt sich aktiver. Dies alles ist allen involvierten Menschen zu verdanken, von den Eltern über die Physiotherapeutin, die heilpädagogische Früherzieherin und die Betreuenden im Wanja, welche sich intensiv und mit Freude um Konstantin kümmern.

    „Konstantin fühlt sich sehr wohl im Chinderhus Wanja und ist in der Kleinkindergruppe integriert. Dank der sehr individuellen Betreuung hat er grosse Fortschritte gemacht. Auch uns tut es sehr gut zu sehen, welche enge Bindung er mit den Betreuungspersonen aufgebaut hat und wie er sichtlich die Zeit im Chinderhus Wanja geniesst“. Mutter von Konstantin